Ernährung & Beratung

"Lass Deine Nahrung so natürlich wie möglich" - Unserer Lebensmittel als Heilmittel?

 

Bereits 1942 untersuchte Prof. Dr. Werner Kollath, der Hygieniker, Ernährungs- und Vitaminforscher unsere Nahrung und begründete die Lehre vom „Vollwert der Nahrung“. Kollath ist der Auffassung, dass in der unbehandelten Nahrung wertvolle Wachstums- Zellersatzstoffe enthalten seien. Daraus resultiert seine Forderung nach Bewahrung der natürlichen Eigenschaften der Nahrung. Auch Prof. Dr. Manfred Hoffmann der an der Fachhochschule Weihenstephan / Triesdorf  die landwirtschaftliche Verfahrenstechnik und die Technik im ökologischen Landbau vertritt schreibt im „ Vom Lebendigen in Lebensmitteln“ (1997) über die bioelektronischen Zusammenhänge zwischen Lebensmittelqualität, Ernährung und Gesundheit. In seinem Buch versucht er verständlich zu machen, wie wichtig eine ganzheitliche Anschauung in der Landwirtschaft beim Anbau, Pflege und Düngung,  sich auf die Qualität der Lebensmittel auswirken.

Zwei Wissenschaftler und Forscher, die sich Gedanken über die Qualität unserer Lebensmittel machen – na und? Es gibt eine Anzahl von Nahrungsergänzungsmitteln, die uns Gesundheit, Vitalität und ein langes Leben versprechen, wenn wir nur regelmäßig das angebotene Pulver mit fremdklingendem Namen aus einem fernen Land einnehmen. Auch wird uns erklärt, dass unsere Lebensmittel keine ausreichenden Nährwerte mehr besitzen und wir deshalb Ergänzungsmittel zu uns nehmen sollen, um gesünder zu werden.

Wem sollen wir Glauben schenken?  Den Herstellern von Fertigprodukten mit vielen Versprechungen oder dem der die natürlichen Lebensmittel für uns erschaffen hat? Wie lassen wir unsere Nahrung so natürlich wie möglich? Sind unsere Lebensmittel auch Heilmittel? Diese Fragen werde ich versuchen zu beantworten.

Immer wieder wird in unserem Bioladen nach ursprünglichem Getreide wie Einkorn, Emmer und Urdinkel nachgefragt.  Auch beim Gemüse wird nach MSC-freien Kohlsorten und samenfesten Gemüsesorten nachgefragt. Dem Verbrauchen ist bekannt, dass viele im Handel befindlichen Obst- und Gemüsesorten nur aus wirtschaftlichen Gründen gezüchtet werden. Form und Aussehen soll uns glauben machen, dass das Produkt für uns wertvoll und gesund ist. Untersuchungen von A.W. Dänzer „Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln“ zeigt in eindrucksvollen Kristallisationsbildern welche Ausstrahlung  BIO im Vergleich zu NICHTBIO hat.

Lebendigkeit nach Prof. Dr. Kollath bedeutet, dass die Lebensmittel in ihrem natürlichen Zustand belassen werden. Sie dürfen nicht über 42 Grad erhitzt werden, denn nur dann ist gewährleistet, dass wichtige Enzyme und Eiweiße nicht denaturiert werden. Im Pflanzenreich beschreibt Prof. Kollath drei Kategorien von lebendigen Lebensmitteln: natürlich und unveränderte Lebensmittel wie frisches Obst und rohes Gemüse, Nüsse und Ölsaaten, Honig und Frischkorngerichte. Mechanisch veränderte Lebensmittel wie naturtrübe Gemüse- und Obstsäfte frisch gepresst und nicht erhitzt, Salate aus Obst und Gemüse. Und fermentativ veränderte Lebensmittel, dazu zählen ungekochte Breie aus Frischkorn, Gärsäfte und Gärgemüse wie Sauerkraut (Kollath-Tabelle).

Kann ein Lebensmittel auch heilende Wirkung auf unseren Körper haben? Viele Obst- und Gemüsesorten sind geradezu heilsam, unterstützen uns dabei, kleinere oder größere Wehwehchen zu vermeiden sowie gesundheitlich wieder Tritt zu fassen. So erwähnt in der Zeitschrift Natur & Heilen, dass beispielsweise der Apfel entgiftende Pektine enthält, die Avocado vor Infektionen schützen kann und für eine schöne Haut sorgt, Chicorée enthält einen besonderen Bitterstoff, der die Verdauungstätigkeit in Gang bringt, Grapefruit die Entschlackung unterstützen, dass Johannisbeeren den Darm entgiften können, der Lauch die Fließeigenschaften des Blutes verbessert, die Zwiebel keimtötend auf Krankheitserreger wirkt, das Weißkraut ein ganzes Füllhorn an gesundheits- und lebenserhaltenden Pflanzensubstanzen bietet. Das ist nur eine kleine Auswahl aus der Obst- und Gemüsemedizin, die zeigt, dass jedes Lebensmittel zur Gesunderhaltung beitragen kann. Wichtig ist zu beachten, je natürlicher und im jahreszeitlichen Rhythmus ein Lebensmittel angebaut wird desto mehr wirksame Inhaltsstoffe besitzt es. Lebensmittel aus biologisch kontrolliertem Anbau sind jedem Nahrungsergänzungsmittel vorzuziehen.

Die Heilnahrung per excellence ist die pflanzliche Rohkost:

Frische Früchte, Beeren, Gemüsefrüchte, grüne Blätter und Blattgemüse, Nüsse, Mandeln, Wurzeln, Samen.

Je länger die Ernährungsfehler als Krankheitsursache gewirkt haben,

umso stärker muss die Heilkraft der Nahrung genutzt werden. (Bircher-Benner)

 

Alles Gute wünscht Ihnen

Gabriele Sießmeir

 

Gesundheits- und Ernährungsberaterin GGB

Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V.

 

 

 Atherosklerose-Prävention

 

Knoblauch-Einnahme reduziert das Plaque-Wachstum in Gefäßen.

Die regelmäßige Einnahme von hochdosiertem Knoblauchpulverextrakt hat einen klinisch bedeutsamen, antiarteriosklerotischen Effekt. Dies wurde jetzt in einer Langzeitstudie nachgewiesen, bei der atherosklerotische Plaques und der Femurarterien und der Carotis mit Ultraschall gemessen wurden. Das Knoblauchpräparat reduziert das Plaque-Wachstum im vierjährigen Beobachtungszeitraum und bewirken sogar eine geringe Plaque-Regression. (Ärzte online Zeitung 17.10.2007)

 

Rezept:

Schon seit fast 25 Jahre gebe ich in meinem Bioladen unseren Kunden folgendes Rezept für einen Knoblauchtrunk, der auch als Lebenselixier bezeichnet wird:

 

30           geschälte Knoblauchzehen aus biologischem Anbau

4             ausgereifte, unbehandelte biologische Zitronen (mit Schale in Streifen schneiden)

 

Die 30 geschälte Knoblauchzehen werden mit den Zitronen im Mixer zerkleinert. Das Ganze dann mit einem Liter Wasser langsam zum Kochen bringen (einmal aufwallen lassen). Nach dem Erkalten abseihen und den Saft in eine Flasche füllen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Täglich trinke man von dieser Volksmedizin ein Likörglas, zwei Stunden vor oder nach der Hauptmahlzeit. Man sagt, dass bereits drei Wochen täglichen Genusses dieser Knoblauch-Mischung zu einer jugendlichen-wohligen Regeneration des ganzen Organismus führen.

Diese Kur sollte drei Wochen durchgeführt werden. Sind die drei Wochen vorbei, mache man eine Pause von 8 Tagen, dann beginnt die zweite Kur.

Am zweckmäßigsten führt man diese Kur jedes Jahr einmal in zwei Kuren von je drei Wochen durch. Der Zeitpunkt für eine kurmäßige Anwendung sind das Frühjahr und der Herbst.

 

Also auf geht’s zur Knoblauchkur!

 

Gabriele Sießmeir

Gesundheits- und Ernährungsberaterin GGB

Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V.

 

 

Vorbeugende Stoffwechselkur mit Planzensäften

 

Durch eine Stoffwechselkur mit Pflanzenpresssäften konnten in der Praxis sehr gute Resultate erzielt werden. Die Stoffwechselkur, die mit Pflanzensäften durchgeführt wird, ist im engeren Sinn eine Kur, die einer schlechten Mischung der Säfte (d.h. Blut, Lymphe) entgegenwirkt.

Im Februar dem Reinigungsmonat beginnt man mit Taraxacum offizinale, d.h. mit dem Löwenzahnsaft und verabreichen diesen den ganzen Februar hindurch (dreimal 1 EL/Tag vor dem Essen pur oder mit etwas Wasser).

Im März wird der Brennesselpresssaft eingenommen, ebenso einen Monat lang.

Im April ist der Birkenpresssaft an der Reihe, er wird ebenfalls einen Monat lang verabreicht.

Personen, die diese Stoffwechselkur im Frühjahr gemacht haben, wiederholen sie meist immer wieder. Signifikant bei dieser Kur ist die Reduktion der Gelenk- und Weichteilschmerzen sowie eine bemerkenswerte Zunahme der Beweglichkeit.

 

 Löwenzahn (Taraxacum offizinale)

 

Der Löwenzahn ist eines unserer ältesten Heilkräuter. Es verwundert nicht, dass die Zahl der Krankheiten, gegen die er als heilsam angeführt wird, überaus groß ist. Vorwiegend kommen hier die chronischen Krankheitszustände des Stoffwechsels und der inneren Organe, vor allem Gicht, rheumatische Erkrankungen und Leberleiden in Frage. Verwendet als Droge werden die Wurzel und das Kraut (Radix Taraxaci cum herba).

Untersuchungen haben gezeigt, dass Löwenzahn die Gallensekretion deutlich vermehrt, darüber hinaus fördert er als Bitterstoffdroge (der Bitterwert beträgt 600) die Magensekretion. Löwenzahn ist vor allem bekannt für seine harntreibende und entgiftende Wirkung (vor allem auf die Leber). Steinleiden wie Gallenstein- und Nierensteinbildung können auch durch den Löwenzahn günstig beeinflusst werden.

 

Noch weit wesentlicher scheint jedoch die Anwendung bei den chronischen rheumatischen Erkrankungen zu sein. Gerade die degenerativen arthrotischen Prozesse sind eine primäre Indikation für Taraxacum, wobei vor allem die vorbeugende Behandlung gute Erfolge bringt.

 

 Brennnessel (Urtica urens)

 

 Die Brennessel eignet sich hervorragend als Diuretikum (harntreibendes Mittel) und ist beim rheumatischen Formenkreis angezeigt, da sie ins tiefere Stoffwechselgeschehen eingreift, d.h. dank ihrer harntreibenden Wirkung können die im Bindegewebe abgelagerten Schlackenstoffe über die Nieren besser ausgeschieden werden. Eine klinische Studie über Brennnesselsaft als Diuretikum legte Krchhof 1983 vor. Er konnte beobachten, dass die harntreibende Wirkung eines naturreinen Presssaftes aus frischen Brennnesseln bei Ödemen verursacht durch Herzschwäche deutlich ist. Ähnlich wie der Löwenzahn greift die Brennnessel ins tiefere Stoffwechselgeschehen ein und vermag somit einen günstigen Einfluss auf rheumatische Erkrankungen zu nehmen.

 

Hängebirke (Betula pendula)

 

Die Birke ist uns allen ein gut bekannter Baum. Verwendung finden von der Birke die Blätter (Folia betulae). Des Weiteren wird aus der Birke auch Birkenteer (Pix betulina) gewonnen, der antiparasitär wirkt. Unerwünschte Wirkungen sind bei der Anwendung von Birkenblättern nicht zu befürchten., jedoch kann Birkenteer, wie alle Teerpräparaten, bei überempfindlicher Haut unerwünschte Reizungen hervorrufen.

 

Wenn auch die Birkenblätter zur allgemeinen Durchspülungstherapie geeignet sind, ist die wichtiger Funktion bei den rheumatischen Erkrankungen zu finden. 

 

Gabriele Sießmeir

Gesundheits- und Ernährungsberaterin GGB

Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V.

 

 

Kakao – Genuss für sinnliche Momente

 

Kakao wird aus dem Samen des Kakaobaumes gewonnen. Der immergrüne Kakaobaum trägt nach einer prachtvollen Blüte 20-50 Früchte. Sie enthalten, eingebettet in süß-säuerliches Fruchtfleisch, 30-60 weiß-bläuliche, mandelförmige Kakaobohnen. Ein Kakaobaum liefert maximal 2 kg Samen. Die reifen Früchte werden vom Baum abgeschlagen und durch Aufklopfen geöffnet. Die Kakaobohnen werden mit dem anhaftenden Fruchtmus aus der Schale herausgelöst und anschließend fermentiert.

 

Herstellung

 

Für die Fermentation werden die Bohnen einige Tage lang in Kisten geschichtet und in regelmäßigen Abständen belüftet. Der Zuckergehalt im Fruchtmus führt zu einem Gärprozess, bei dem die Temperatur auf 45-50°C ansteigt. Hierdurch löst sich das Fruchtmus von den Bohnen und fließt ab. Nach der Fermentation werden die Kakaobohnen an der Sonne getrocknet, gereinigt und anschließend geröstet.

Die typischen Aromastoffe des Kakaos entwickeln sich während der Fermentation und der Röstung. Die gerösteten Samen werden zerkleinert und grob vermahlen. Dabei verflüssigt sich die Masse und Kakaomasse entsteht. Beim anschließenden Pressen wird der Kakaomasse ein Teil der Kakaobutter entzogen. Zurück bleibt der Presskuchen, der anschließend staubfein zu Kakaopulver vermahlen wird.

Je nach Restanteilen an Kakaobutter wird der Kakao als schwach entölt (mind. 20% Kakaobutter) oder stark entölt (mind. ca. 10% Kakaobutter) bezeichnet. Das Abpressen des Kakaofettes ist ein rein mechanischer Vorgang, das Fett wird nicht mit chemischen Lösungsmitteln extrahiert.

Häufig durchlaufen Kakaobohnen vor dem Rösten eine so genannte Alkalisierung, das heißt, sie werden mit dem Säureregulator Kaliumkarbonat (aus der weihnachtlichen Küche auch als Pottasche bekannt) versetzt. Der Vorteil dieser Behandlung liegt in einer besseren Löslichkeit des Kakaos.

 

 

Das Beste für unsere Jüngsten – Die Ernährung unserer Kleinkinder

 

 

In vielen Elternzeitschriften findet das junge Elternpaar mehr als genug Ernährungs- und Gesundheitsratschläge für ihren „Augenstern“. Je mehr Zeitschriften und Magazine durchforstet werden, desto mehr Information erhalten die jungen Mütter und Väter. An welche Regeln sollte man sich halten, damit sich ein gesundes und vitales Kind entwickeln kann.

 

Kurz einige Auszüge aus der Kleinschrift „Die Ernährung des Kindes“ von Dr. med. M. O. Bruker.

 

Elementar ist die Frage der Mutter: Wie lange sollte gestillt werden?

 

Wie lange ein Säugling gestillt werden soll, beziehungsweise wann mit der Zufütterung begonnen werden soll, richtet sich nach der Stillfähigkeit und den Wünschen der Mutter. Manche Mutter, die unproblematisch stillen kann, wird diese bequeme Nahrungsverarbeitung lange beibehalten, bis zu acht Monaten und länger. Während dieser Zeit erhält der Säugling alle lebensnotwendigen Vitalstoffe mit der Muttermilch zugeführt. Im Durchschnitt beginnen viele Mütter etwa im vierten Monat mit dem Zufüttern. Hier eignet sich eine biologisch vollwertige vitalstoffreiche Ernährung.

 

Die vitalstoffreiche Vollwerternährung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht nur alle Nährstoffe in ausgewogenem Verhältnis enthält, sondern auch die biologischen Wirkstoffe, die sogenannten Vitalstoffe, die der Organismus benötigt, um die Nährstoffe richtig verwerten zu können.

 

Was ist Vollwerternährung?

 

Vollwerternährung ist eine Kost, die aus möglichst naturbelassenen Lebensmitteln zubereitet wird. Sie enthält alles, was der Organismus zur Gesunderhaltung benötigt. Professor Kollath schreibt: Eine Nahrung, die alles enthält, was der Organismus zu zur Erhaltung seiner Art benötigt, darf als vollwertige Nahrung bezeichnet werden. (…) Entsprechend dürfen nur solche Stoffe zugegeben werden, deren Unschädlichkeit ebenso sicher bewiesen ist.

 

Welche Bedeutung hat nun diese Aussage für die Ernährung des Säuglings und Kleinkindes? Das erste naturbelassene Lebensmittel für den Säugling ist natürlich die Muttermilch. In ihr sind alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fermente, Aromastoffe, ungesättigten Fettsäuren und alle noch nicht entdeckten biologischen Wirkstoffe enthalten.

 

Die erste feste Nahrung des Kleinkindes sollte aus frisch gemahlenem Getreide als Frischkornbrei oder Frischkorngericht bestehen. Aus Vollkornprodukten wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkorngebäck. Aus Frischkost z.B. als Salate, rohem Obst und rohem Gemüse und aus natürlichen Fetten wie Butter, Sahne und kaltgepresste Öle.

 

Nach Dr. Bruker sollten bei einer richtig zusammengestellten Vollwertkost vier Dinge gemieden werden: Jede Fabrikzuckerart, Auszugsmehle, Fabrikfette, Säfte und gekochtes Obst (besonders für Leber-, Galle-, Magen-, und Darmempfindliche).

 

Eine Unterteilung der Nahrung nach Lebensmitteln und Nahrungsmitteln zeigt die Tabelle „Die Ordnung unserer Nahrung“ nach Prof. Kollath in vereinfachter Form auf.

 

Der bedeutendste Unterschied zwischen Lebensmittel und Nahrungsmittel ist die Lebendigkeit. Alle Lebensmittel, die erhitzt wurden, werden zu toten Nahrungsmitteln.

 

Für die Ernährung unserer Kleinkinder bedeutet das, dass ein Teil der Nahrung immer als Rohkost gegeben werden soll. Nur so wird die biologische Wertigkeit der Lebensmittel erhalten.

 

 

Gabriele Sießmeir

Gesundheits- und Ernährungsberaterin GGB

Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V.

 

 

„Der Mensch ist, was er ißt“ – und wie wollen wir sein?

 

 

Schlank, vital, schön und leistungsfähig - so wollen wir Menschen uns in unserer Gesellschaft sehen. Was hat aber unsere tägliche Nahrung mit dieser Sicht auf uns zu tun?

 

Schon Paracelsus, Wissenschaftler und Heilkundiger, der Ende 15. Jahrhundert lebte, schrieb diesen berühmten Satz der uns nicht ungeläufig ist: „Der Mensch ist, was er ißt“. Abgeleitet aus diesem Satz können wir uns zwei Fragen stellen: Wie wollen wir sein? Und was sollten wir essen?

 

Wie wir sein wollen, das kann nur jeder für sich beantworten. Was wir täglich an Nahrung zu uns nehmen sollten, um vital zu werden, hat schon Dr. med. M. O. Bruker vor mehr als 30 Jahren als die“ Vitalstoffreiche Vollwertkost“ beschrieben. Die Lebensmittel werden bei der "Vitastoffreichen Vollwertkost" nicht nach z. B. den Kalorien oder den enthaltenen Nährstoffen beurteilt, sondern nach ihrer „Lebendigkeit“ und „Natürlichkeit“. Wie können lebendige Lebensmittel beschrieben werden?

 

Lebendigkeit bedeutet, dass die Lebensmittel in ihrem natürlichen Zustand belassen werden. Sie dürfen nicht über 42 Grad erhitzt werden, denn nur dann ist gewährleistet, dass wichtige Enzyme und Eiweiße nicht denaturiert werden. Im Pflanzenreich beschreibt Prof. Kollath drei Kategorien von lebendigen Lebensmitteln: natürlich und unveränderte Lebensmittel wie frisches Obst und rohes Gemüse, Nüsse und Ölsaaten, Honig und Frischkorngerichte. Mechanisch veränderte Lebensmittel wie naturtrübe Gemüse- und Obstsäfte frisch gepresst und nicht erhitzt, Salate aus Obst und Gemüse. Und fermentativ veränderte Lebensmittel, dazu zählen ungekochte Breie aus Frischkorn, Gärsäfte und Gärgemüse wie Sauerkraut (Kollath-Tabelle).

 

Um vital und leistungsfähig zu werden und seine Vitalität zu erhalten, ist es notwendig, einen Teil unserer täglichen Nahrung durch naturbelassene Lebensmittel zu ersetzten. Wir können den Tag mit einem sog. Powermüsli beginnen, mit frisch zerkleinertem Obst, Saaten oder Nüssen und mit drei Esslöffeln frisch geschroteten oder gepressten Hafer. Die Flocken können mit etwas Wasser vermischt und zum Obst gegeben werden. Mit etwas Sahne oder für vegane Ernährung Soja-, Mandel-, Hafersahne verfeinert, ist das der vitalstoffreiche Start in den Tag.

 

 

Gabriele Sießmeir

 Gesundheits- und Ernährungsberaterin GGB

 Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V.